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Südwest Presse: Kommentar zum Thema Kaufkraft

    Ulm (ots) - Entscheidend ist in der Tat, was unterm Strich übrigbleibt - nämlich die Kaufkraft. Nur sie sagt dem Verbraucher, was er für sein Geld an Waren und Dienstleistungen bekommt. Die jetzt vorgelegte Studie bestätigt das immer stärker in die politische Diskussion eingebrachte Gefühl der Mehrheit, seinen persönlichen Wohlstand nicht gemehrt zu haben. Aus der Sicht des Einzelnen ist dies zweifellos richtig. Dennoch ist vor der bekannt eingängigen Forderung zu warnen, es müssten jetzt nur die Löhne kräftig steigen, um so die Kaufkraft der Massen in die Höhe zu ziehen. Kräftige Lohnerhöhungen können gesamtwirtschaftlich gut sein, aber nur, wenn sie von den Unternehmen verkraftet werden können. Denn dies ist der oft übersehene Aspekt der Kaufkraft: Sie wird gesamtwirtschaftlich mit am besten dadurch gesteigert, dass Arbeitsplätze aufgebaut werden. Auch darauf weist die Studie hin. Ein zweiter Aspekt wird bei dem anschwellenden Ruf nach stärkerer sozialpolitischer Lenkung seltsamerweise selten thematisiert: der Staat als Preistreiber. Denn abgesehen von den Steuern, mit denen letztlich jede Sozialleistung bezahlt wird, langt der Staat auch bei den Gebühren für seine Dienstleistungen kräftig zu. Es ist nicht allein die Inflation, die den Arbeitnehmern weniger in der Tasche belässt. Über Löhne in der Wirtschaft, spricht die Politik gerne. Über ihren eigenen Einfluss auf die Kaufkraft aber fast garnicht.

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