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Südwest Presse: Kommentar zum Klimawandel

    Ulm (ots) - Frühlingstemperaturen im Februar, aber Schneefall an Ostern - das Wetter spielt verrückt, und das nicht nur im Moment. So mancher Skiliftbesitzer spürt das empfindlich: Die diesjährige Saison ist praktisch ausgefallen. Die Hotellerie folgt auf dem Fuße, wenn Skifahrer in - derzeit noch - schneesichere Regionen ausweichen. Das ist im wahrsten Sinne nur die Spitze des Eisberges. Wie dramatisch die Folgen des Klimawandels sein können, wenn wir nicht gegensteuern, zeigt die Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung überdeutlich. 800 Milliarden Euro könnte uns das bis 2050 kosten. Darüber, wie realistisch solche Berechnungen sind, lässt sich trefflich streiten. Wesentlich ist die Grundaussage: Es geht um riesige Dimensionen, und es trifft jeden. Ausgerechnet im scheinbar so heilen Baden-Württemberg drohen die größten Schäden. Gerade hier kommt eine Menge an Risiken zusammen: von Unwetterfolgen über Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft bis eben zum Tourismus. Das Gegensteuern wird jeden viel Geld kosten. Doch Nichtstun oder die Behauptung, wir könnten uns Klimaschutz nicht leisten, kämen noch viel teurer. Ein Stück weit mag beruhigen, dass sich der Südwesten Dank seiner Wirtschaftskraft Umweltschutz leisten kann - mehr zumindest als andere Regionen. Das Vertrackte ist nur: Jeder spürt die Kosten, aber nicht, was dadurch gespart wird.

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