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Südwest Presse: Glosse zu den Grünen

    Ulm (ots) - Irgendwie ist es, als lobe Angela Merkels Lieblings-Fußballverein Energie Cottbus eine Meisterschaftsprämie für seine Kicker aus. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Grüner oder eine Grüne Kanzler/in wird, tendiert wie schon bisher auch 2009 gegen null. Selbst wenn es unbestreitbar Erosionsprozesse bei den "Volksparteien" gibt. Und, einmal unterstellt, den Grünen fiele tatsächlich in einer vermutlich dann ziemlich farbenfrohen künftigen Regierungskoalition das Kanzleramt zu: Soll dann die Republik von einem Doppelkanzler regiert werden oder müssen Renate Künast und Jürgen Trittin in einem Wattebauschduell - wg. pazifistischer Grundhaltung - entscheiden, wer letztlich obsiegt? Fragen über Fragen, die aber vermutlich die Bundesbürger allesamt recht kaltlassen, da sie rein hypothetischer Natur sind. Was aber treibt dann die Grünen um, sich darüber anscheinend echt den Kopf zu zerbrechen? Sie haben es ja nur gut gemeint. Vordergründig wird natürlich mit der Nominierung von Spitzenkandidaten auf die zunehmende Personalisierung der Wahlkämpfe nach schlechtem US-Muster reagiert. Grüne/FDP/Linke müssen durchaus aufpassen, nicht zu tief in den medialen Schatten eines Duells Merkel (CDU) gegen XY (SPD) zu geraten. Mit der jetzt angestrebten Doppellösung wird außerdem sowohl der Geschlechterproporz gewahrt als auch den Ansprüchen beider starken Parteiflügel genügt. Sollte es den beiden Ex-Ministern wenigstens gelingen, die bisweilen exotische Claudia Roth als prägnantestes grünes Gesicht ein wenig in der Hintergrund zu drängen - es muss nicht zum Schaden sein.

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