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Südwest Presse: KOMMENTAR: Studentenzahlen

    Ulm (ots) - Was hat die Zunahme der Störche in Oberschwaben mit der steigenden Zahl von Geburten zu tun? Eben. Ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Studienortwahl und der Erhebung von Studiengebühren, ist, entgegen manchem Wunschdenken, auch nicht bewiesen. Jedenfalls nicht mit den vom Wissenschaftsministerium bestrittenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Im Gegenteil. In Baden-Württemberg, das seit dem vergangenen Sommersemester von jedem Hochschüler im Prinzip 500 Euro pro Studienhalbjahr verlangt, sind die Studierendenzahlen nämlich nicht etwa gesunken, sondern sogar leicht angestiegen. Das gilt ganz besonders für die ungemein beliebten, weil sehr erfolgreich ausbildenden Berufsakademien, die in der Bundesstatistik unterschlagen werden. Es gilt aber auch für die Fachhochschulen. Dass es an den Unis einen Rückgang an Erstimmatrikulierten gibt, hat ganz offenkundig mit einem veränderten Studierverhalten zu tun. Im übrigen soll jetzt niemand barmen, wenn die mit viel Geld blendend ausgebauten, aber bislang zu wenig nachgefragten, (noch) gebührenfreien Standorte in Ostdeutschland anziehend wirken. Baden-Württemberg mit seinen Vorzeige-Universitäten muss zuletzt mangelnde Attraktivität fürchten. Dazu werden immer mehr gerade auch die Studiengebühren beitragen. Schließlich verbessern sie die Lehrbedingungen.

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