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Südwest Presse: KOMMENTAR: Scientology

    Ulm (ots) - Der Jahresausklang scheint die Innenminister von Bund und Ländern zu beflügeln. Sie üben nicht nur erneut den Schulterschluss in der Terror-Abwehr, sondern auch gegen die Rechten - und gegen Scientology. Letzterer drohen sie sogar mit einem Verbot. Gemessen an der Tatsache, dass die Organisation bisher nur in wenigen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet wird, ist das ein kühnes Unterfangen - und ein überflüssiges dazu. Es ist unstrittig, dass die Lehre der Scientologen nichts mit dem Schutz der Demokratie und dem Einhalten von Menschenrechten zu tun hat. Doch ein Verbot würde die Bedeutung dieser Organisation, die vor allem in den USA stark ist, in Deutschland künstlich erhöhen. Scientology meldet 12 000 aktive Mitglieder, doch im letzten Bericht des Bundesverfassungsschutzes für 2006 war nur von 5000 die Rede. Ein Verbot der Organisation würde ihr nur unnötig Sympathisanten in die Arme treiben. Zumal sich der Zugang zur Lehre der Scientologen ohnehin nicht sperren ließe. Das Internet bietet dazu alle Möglichkeiten. Wer es persönlicher mag, fährt dann eben in die Schweiz, in der Scientology unbehelligt schalten und walten kann. Wirkungsvoller ist es, die Scientologen überall offiziell zu beobachten, wo auch immer sie Zentren und Missionen bauen. Und ganz wichtig: Die Menschen, die Scientology verlassen wollen, brauchen dafür verlässlich Hilfe.

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