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Südwest Presse: Kommentar Klimawandel

    Ulm (ots) - Der frühe Wintereinbruch in Zentraleuropa ändert so wenig daran wie andere Wetterkapriolen: Der Klimawandel findet längst statt. Mit seinen Folgen leben wir viele Jahrzehnte. Denn was die Menschheit an Treibhausgasen in die Luft bläst, entfaltet seine erwärmende Wirkung erst mit Verzögerung, dafür aber ziemlich dauerhaft. Deshalb unterschätzt der Weltklimabericht die Wirkungen noch. Er konnte die letzten drei Jahre gar nicht mehr berücksichtigen. Zudem schwächen Regierungsvertreter die Aussagen der Forscher stets ab. Diese Vogel-Strauß-Politik darf bei den Gesprächen der Regierungen in zwei Wochen auf Bali kein Maßstab mehr sein. Die Politiker sollten den Kopf aus dem Sand ziehen und darauf verzichten, sich gegenseitig Nichtstun vorzuwerfen. Klar ist doch: Die Industriestaaten müssen mit Energiesparen und Umstellen auf erneuerbare Energieträger vorangehen. Sie haben den Ausstoß von CO2 und Co. vor allem betrieben. Schwellenländer wie China oder Indien dürfen nicht weiter massiv einsteigen in das Verbrennen von Kohle, Öl oder Gas. Ärmeren Ländern muss der Einstieg in diese extrem ineffizienten Techniken, wo es geht, gleich erspart werden. Ist das undenkbar? Die Folgen des Klimawandels sind verheerend. Daran muss sich der Ehrgeiz der Weltgemeinschaft messen. Das Liebedienern gegenüber gewissen Branchen kann sich die Menschheit nicht mehr leisten.

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