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Neues Deutschland: zur Klimadebatte vor dem G8-Gipfel

    Berlin (ots) - Über dem »Klima-Gipfel« in Heiligendamm ziehen zunehmend düstere Wolken auf. Nach der Blockade durch USA-Präsident Bush stößt die Bundesregierung auch bei wichtigen Schwellenländern mit ihren Umweltschutz-Zielen auf Ablehnung. Warum, so China oder Indien, sollten wir praktizieren, was allen voran die USA verweigern? Dabei hat die deutsche G8-Präsidentschaft die vorgesehenen Klimabeschlüsse schon verwässert. Doch Washington schmiedet eine eigene »Achse der Atomkraft« und demonstriert einmal mehr, wie sehr man auf globale Erfordernisse und Verbündete pfeift. Wie in der Abrüstungspolitik, wo die USA reihenweise Verträge de jure wie de facto zu Makulatur erklären. Oder erinnert sich noch jemand, wie vor dem G8-Gipfel im Vorjahr das Thema Guantanamo Bushs Partner umtrieb und viel davon die Rede war, dass man Druck ausüben müsse, damit er das berüchtigte Lager endlich schließt? Wenn's zum Schwure kommt, erweist sich, wie zahnlos im Umgang mit dem »großen Bruder« letztlich auch die Kanzlerin ist. Wobei man sich davor hüten sollte, zu viel von einem Machtwechsel im Weißen Haus zu erhoffen. Die demokratische Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi etwa zeigte sich gestern in Berlin angetan von Merkels Engagement für multilaterale Abkommen zum Klimaschutz und für eine Vorreiterrolle der Industrieländer - und sprach im gleichen Atemzug von den Bedürfnissen des Marktes, die man doch nicht vergessen dürfe.

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