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neues deutschland: Indigenen-Politiker Guillermo Churuchumbi: "Bezieht die Ureinwohner mit ein!"

Berlin (ots) - Ein halbes Jahr vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Ecuador fordert Guillermo Churuchumbi alle künftigen Regenten des Landes auf, die Bevölkerung in die Politik miteinzubeziehen. Der Bürgermeister des Kantons Cayambe von der Indigenen-Partei Pachakutik sagte der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Montagausgabe): "Präsident Correa hat den Staat modernisiert und gestärkt, auf der Strecke blieb die Partizipation. Die Regierung hört nicht auf die Bevölkerung." Pachakutik tritt zu den Wahlen mit einer eigenen Kandidatin, Lourdes Tibán, an, die die parteiinternen Vorwahlen im August gewann. Dennoch fordert Churuchumbi von allen Politikern, die dringenden Probleme des Landes gemeinsam mit den Einwohnern zu lösen. Insbesondere nach dem schweren Erdbeben vom April dieses Jahres sei es nötig, die Selbstorganisierung der Menschen staatlich zu unterstützen. "Was auch immer die Wahlen 2017 bringen mögen, ob die Regierungspartei Alianza País gewinnt oder nicht - wir haben eine Empfehlung an alle", so Churuchumbi: "Bezieht die Ureinwohner mit ein, gewinnt sie für die Gesellschaft, nutzt ihr Wissen und wendet 'Sumak Kawsay' an, erklärt alles den Leuten, macht alles mit den Leuten und hört ihnen zu." "Sumak Kawsay", das "Konzept vom Guten Leben" ist seit 2008 in der Verfassung Ecuadors festgehalten.

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