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neues deutschland: Segelverband widerspricht IPC und hofft auf Nachnominierung zu den Paralympics 2020

Berlin (ots) - Die International Sailing Federation (ISAF) zeigt sich von der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) überrascht, den Segelsport aus dem Programm der Sommerspiele 2020 zu streichen. »Unsere Stimmung ist nicht gerade euphorisch und geprägt von Unverständnis. Wir waren der Überzeugung, alles richtig gemacht zu haben und hatten keine anderweitige Information vom IPC bekommen«, sagte Winfried Klein, Mitglied des ISAF-Komitees für Behindertensegeln, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe). IPC-Sprecher Craig Spence betonte gegenüber "neues deutschland" hingegen, dass der Dachverband die geforderten Daten der ISAF gründlich geprüft hätte und zum Schluss gelangt sei, "dass sie keinen ausreichenden Nachweis darstellen, dass unsere Kriterien erfüllt werden. Wir haben nicht geglaubt, dass sie zuverlässig sind«, so Spence. Winfried Klein widerspricht dieser Darstellung: »Wir können nicht nachvollziehen wie das IPC zu dieser Einschätzung kommt, wir haben uns nichts aus den Fingern gesogen.«

Alle Individualsportarten mussten bis spätestens Januar eine Verbreitung in mindestens 32 Ländern verteilt auf drei Kontinente nachweisen. »Wir haben sogar 38 Nationen gemeldet, die die Bedingungen erfüllen, und waren daher der Auffassung, unsere Hausaufgaben gemacht zu haben«, sagte Klein, der nun auf eine Nachnominierung hofft. Spence zufolge ist die Tür allerdings endgültig zu, schließlich sei das IPC verpflichtet, den japanischen Organisatoren 68 Monate vor den Spielen die endgültige Anzahl der Sportarten mitzuteilen. Die Frist lief Ende Januar ab.

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