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neues deutschland: Rüstungsexporte: Nachschub für Mordbrenner

Berlin (ots) - In der ukrainischen Ortschaft Konstantinowka, unweit von Donezk, stand ein alter Stalinpanzer. Er war Symbol des Sieges über die Naziokkupanten. Unlängst machten ihn Volkswehrleute wieder flott und schrieben »nach Kiew« an den Tank. Das ist ebenso absichtsvoll verlogen wie auf der Kiewer Seite die Postulierung einer »heiligen Mission« im Sinne westlicher Werte. Für alle, die der Vernunft treu bleiben, ist Kriegspropaganda unisono widerlich. Denn sie verschärft und verlängert das Morden. Das bewirken objektiv auch jene, die für materiellen Nachschub sorgen. Russland schickt alles direkt über die Grenze. Die Ukraine muss - so lange die USA noch unentschieden und die westeuropäischen Staaten unwillig sind - manchen Umweg gehen. So bediente sich die Kiewer Regierung der UNIS-Group. Die wollte Munition liefern - wie es viele Konkurrenten tun. Was also ist besonders widerlich daran? Der Firmensitz. UNIS residiert in Ilidza, einem Stadtteil von Sarajevo. Noch vor zwei Jahrzehnten fuhr hier der Bürgerkriegstod reiche Ernte ein. In 1425 Tagen Belagerung wurden mehr als 10 000 Menschen umgebracht. Nur weil der alte Zwist zwischen Serben und Bosniern sogar in der Regierung fortlebt, flog der Rüstungsdeal mit der Ukraine auf. So wichtig es ist, die USA, die NATO und Russland als potenzielle oder reale Rüstungslieferanten im Blick zu haben, so notwenig ist die Beobachtung auch anderer todbringender Profiteure.

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