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Neues Deutschland: Anschlag vor Afrika-Cup

    Berlin (ots) - Afrikas großes Fußballjahr mit der WM im Juni und Juli als Höhepunkt beginnt mit einem tragischen Überfall. Das tödliche Attentat auf Togos Nationalmannschaft bei der Anreise zum Afrika-Cup in Angola schockt Sportler, Funktionäre und Fans, und es entfacht aufs Neue die Diskussion um die Sicherheit beim Turnier im Sommer in Südafrika.  Während Spieler mehrerer WM-Teilnehmer öffentlich Bedenken für das Turnier im Sommer anmelden, demonstrieren der afrikanische Fußballverband CAF und der Weltverband FIFA Gelassenheit und Stärke. Überlegungen, den Afrika-Cup abzusagen, waren nach nur wenigen Stunden verworfen. Es geht um Prestige und Geld - jetzt und noch mehr bei der WM. Kritische Fragen werden schnell abgewiegelt: Angola sei schließlich nicht Südafrika. Der regionalpolitisch motivierte Anschlag auf Togos Team in Cabinda, einer erdölreichen Exklave Angolas zwischen den beiden Kongo-Staaten, muss von Sicherheitsbedenken rund um das WM-Turnier getrennt werden. Doch auch das demokratisch stabile WM-Gastgeberland plagen erhebliche Kriminalitätsprobleme. Große soziale Unterschiede lassen in Städten wie Johannesburg oder Kapstadt ganze Viertel in Gewalt versinken, täglich werden Dutzende Menschen ermordet. Sicherlich verdient Südafrika als Gastgeber eine Chance. Mit einer Vorverurteilung sollte man vorsichtig sein - mit vorsichtsloser Vorfreude aber auch.

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