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Neues Deutschland: Rezession jetzt regierungsoffiziell

    Berlin (ots) - Wer es bisher noch nicht gemerkt haben sollte - jetzt ist es regierungsoffiziell: Deutschland steckt tief in der Rezession und wird vermutlich auch im kommenden Jahr nicht wieder herausfinden. Kanzlerin Angela Merkel und ihr oberster Kassenwart Peer Steinbrück zeigten  jedenfalls am Wochenende wenig Optimismus. Während aber beispielsweise der britische Premier Gordon Brown radikale Steuersenkungen zur Konjunkturbelebung anstößt, verharren die deutschen Großkoalitionäre in der Zustandsbeschreibung und erwarten gottergeben »ein schweres Jahr voller schlechter Nachrichten«.

    Warum dann überhaupt diese späte öffentliche Erkenntnis? Sollen die Bürger aus Angst vor Rezession und Wirtschaftskrise ihr letztes Geld in Hamsterkäufe zum Weihnachtsfest anlegen? Vermutlich liegt der eigentliche Grund im Superwahljahr 2009: Wer öffentlich über die schlechte wirtschaftliche Lage jammert, kann vor der Wahl gut begründen, warum Erleichterungen für die Bürger kaum machbar sind. Wer die Menschen auf harte Zeiten einstimmt, erhofft sich sicherlich mehr Verständnis, wenn er soziale Leistungen immer weiter herunterfährt, für den Bankensektor aber gleichzeitig milliardenschwere Rettungspakete bereitstellt. Insofern kommt die Erkenntnis der Regierenden keineswegs zu spät - die Wahlkampfschlacht hat doch gerade erst begonnen.

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