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Neues Deutschland: zum Ergebnis der PISA-Studie

Berlin (ots)

Besser geht nimmer! Oder doch? »Euphorie statt
PISA-Schock« titelte gestern eine Nachrichtenagentur die Meldung zur 
Veröffentlichung der Ergebnisse des innerdeutschen PISA-Vergleichs. 
Die Überschrift passte zur Selbstbeweihräucherung der Kultusminister 
am gestrigen Tag. Alle Länder sind besser geworden, die ostdeutschen 
sind Spitze und selbst ganz unten gibt es Fortschritte. Gut, die 
Chancengerechtigkeit ist nach wie vor ein Problem, aber sonst?
 Aber sonst? Man könnte gegen PISA E, wie die nationale 
Ergänzungsstudie zum internationalen Leistungsvergleich der OECD 
offiziell heißt, viel einwenden. Zuallererst, dass die nationale 
Untersuchung sich vor allem darin von der OECD-Studie unterscheidet, 
dass sie den 16 Kultus-, Wissenschafts- und Schulministern eine 
Legitimationsbasis für die jeweiligen bildungspolitischen Maßnahmen 
geben soll. So wundert es auch nicht, dass es gestern nur Sieger gab.
Wir sind die Guten, verkündeten 16 Politikerinnen und Politiker wie 
aus einem Mund.
 Fragwürdig ist auch das Ranking, das gestern wie eine olympische 
Siegertabelle verkündet wurde. Kritiker gerade der nationalen 
PISA-Untersuchungen wenden seit Jahren berechtigt ein, dass die 
Unterschiede in den Punktwerten oftmals statistisch nicht signifikant
und damit die Rangordnung kaum von Interesse ist. Die Sachsen sollten
sich nicht allzu sehr freuen: Beim nächsten PISA-Wettbewerb könnte 
alles schon wieder anders aussehen.

Pressekontakt:

Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21

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