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Neues Deutschland: Beck und die LINKE

    Berlin (ots) - Dürfen SPD-Landesverbände auch im Westen mit der LINKEN kooperieren, um eine Regierungsmehrheit zu sichern? Im Prinzip ja, denn der Parteivorstand hatte ihnen dafür freie Hand gegeben. Aber dass die hessischen Genossen um Andrea Ypsilanti sofort schamlos von der Möglichkeit Gebrauch machen - das konnte ja keiner ahnen. Beschlüsse müssen nicht immer gleich erfüllt werden; manchmal genügt es, wenn sie einfach nur beschlossen wurden.

    Hat die SPD mit Kurt Beck einen souveränen Chef? Im Prinzip ja, aber nur, weil seine obersten Schleppenträger froh sind, dass die Sache mit der LINKEN nun doch nicht so heiß gegessen wird, wie Beck sie noch kürzlich angerichtet hatte. Und weil sie nach dem Personalverschleiß der letzten Jahre gar nicht wüssten,  wen sie nun schon wieder an die Spitze setzen sollten, wenn Beck ginge.

    Kommt jetzt die schon oft angekündigte sachliche Auseinandersetzung mit der linken Konkurrenz, die Beck gestern in einer schier endlosen Plauderstunde mit dem Spannungsgehalt einer Einschlaf-CD wieder einmal ankündigte? Im Prinzip ja, und Beck fing gleich damit an, indem er die LINKE  streng inhaltlich-sachlich als »so genannte LINKE« bezeichnete.

    Hat die SPD aus den letzten Wahlen etwas gelernt? Im Prinzip ja. »Wir sind überzeugt, dass wir die richtigen Antworten haben, und dabei wird es auch bleiben«, sprach der Vorsitzende unvergleichlichen Klartext. Herzlichen Glückwunsch!

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