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Neues Deutschland: zur Bush-Rede gegen Iran

Berlin (ots)

Bush macht mobil gegen das »mörderische Handeln«
Irans. Sollte Teheran die Atombombe bauen, drohe ein »nuklearer 
Holocaust«. Seine Rede vor US-Kriegsveteranen wirkte wie eine Antwort
auf Äußerungen seines iranischen Amtskollegen Ahmadinedschad, der 
wenige Stunden früher vorgetragen hatte, dass die US-Autorität in 
Irak »zusammenbreche« und Teheran das entstehende »Machtvakuum« mit 
Hilfe »befreundeter Staaten wie Saudi-Arabien« füllen könne. Keine 
schlechte Provokation angesichts der 20 Milliarden Dollar schweren 
US-Waffenlieferung an das Saudische Königreich.
 Mit seinen apokalyptischen Drohungen lenkt Bush von Tatsachen ab, 
die ihm eine andere Politik abverlangen. Teheran kooperiert mit der 
Internationalen Atomenergieagentur, die Arabische Liga und Iran 
fordern seit Jahren eine Ächtung von Massenvernichtungswaffen in der 
Region, während sich Israel dem hartnäckig verweigert. Tatsache ist 
auch, dass Bushs Kriegsregierung bröckelt und die Mehrheit der 
Amerikaner den Truppenabzug aus Irak will. Der US-Präsident kann 
nicht so tun, als wüsste er das nicht.
 Die Baker-Hamilton-Kommission hat Wege aufgezeigt, wie die USA im 
Mittleren Osten agieren können, ohne eine Blutspur zu legen. Dazu 
gehört, mit Iran einen Dialog aufzunehmen. Dafür jedoch müsste Bush 
aufhören, martialische Drohungen auszustoßen und anfangen zu reden. 
Warum er das nicht will, ist die eine Frage. Die andere ist, ob er es
überhaupt kann.

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Neues Deutschland
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