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NRZ: Absurde Züge - ein Kommentar von MICHAEL MINHOLZ

Essen (ots) - Die Bahn unterstellt den Lokführern unstillbare Machtgelüste. Das fahrende Personal wirft der Bahn vor, mit ihrem Notfahrplan das Chaos auf Schienen bewusst heraufbeschworen zu haben, um den Frust der Fahrgäste zu erhöhen. Die verschwörungstheoretischen Töne, die die Gegner inzwischen in diesem Tarifpoker absondern, nehmen absurde Züge an. Und selbst, wenn was dran sein sollte, wird deutlich: Die Fahrgäste spielen in den Überlegungen der Kontrahenten nur noch eine untergeordnete Rolle. Dass da Zeit und Nerven verloren gehen, mancher vielleicht sogar finanziell (Urlaub gebucht) Schaden nimmt - es juckt vor allem im Lokführerlager keinen sonderlich. Sicher, die Lage ist kompliziert. Aber die Kunden machen es mit dem Kauf des Fahrscheins letztlich erst möglich, dass sich die Forderungen nach höheren Löhnen und kürzeren Arbeitszeiten umsetzen lassen. Man kann nur appellieren: Setzt euch wieder an einen Tisch. Sucht wirklich kompromissbereit nach einer Lösung, mit der alle Beteiligten irgendwie leben können. Und zwar schnell.

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