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NRZ: Remmel: Giftige Exoten gehören nicht ins Wohnzimmer NRW-Umweltminister drängt auf starke Reglementierung der Haltung. Neues Gesetz soll Landtag bis Herbst vorgelegt werden

Essen (ots) - Nachdem ein Halter in Duisburg von seiner Zwergklapperschlange gebissen wurde und übers Wochenende auf der Intensivstation einer Klinik beobachtet werden musste, macht NRW-Umweltminister Johannes Remmel Druck: "Giftige Exoten gehören nicht in die Wohnzimmer unseres dicht besiedelten Bundeslandes", sagte der Grünen-Politiker der NRZ. Sein Haus arbeite nun beschleunigt an einem neuen Gesetz, das die Haltung giftiger und besonders gefährlicher Exoten verbietet. "Bis zu den Herbstferien wollen wir das Gesetz in den Landtag einbringen", sagte Remmel. Für eine weitere Kategorie, gefährliche Tierarten, soll eine Anzeigepflicht eingeführt werden. Bisher wissen die Behörden überhaupt nicht, wer diese Exoten hält. Zwergklapperschlangen gelten als lebensgefährlich, ihr Gift zersetzt die Zellen. Der Halter hatte großes Glück. Die Klinik hatte ein Antiserum organisiert, das per Hubschrauber und Flugzeug aus München gebracht wurde. Dem Vernehmen nach haben die Ärzte aber darauf verzichtet, es zu spritzen, weil die junge Schlange eine eher geringe Menge Gift abgegeben hatte und das Antiserum starke Nebenwirkungen hat. Erst Ende 2013 hatte es in Duisburg einen weiteren Klapperschlangenbiss gegeben.

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