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NRZ: Schwul und gleichberechtigt - ein Kommentar von MANFRED PICHL

Essen (ots) - Man muss es ja nicht gleich so plakativ machen wie einst Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, dessen Spruch "Ich bin schwul, und das ist gut so!" zum geflügelten Wort geworden ist. Aber der Satz "Ich bin schwul und gleichberechtigt" sollte in einer liberalen Gesellschaft wie selbstverständlich sein. Ist er aber nicht, und es ist an der Politik, dies schnellstens zu ändern. Übrigens: Damit folgten die Volksvertreter lediglich den Urteilssprüchen der obersten Richter in Karlsruhe, die sich in der jüngsten Vergangenheit schon häufiger den Ruf erworben haben, mutiger zu sein als die Abgeordneten im Bundestag. Will sich Berlin also nicht erneut den Ruf erwerben, der Rechtsprechung mit seinen Gesetzen hinterher zu hecheln, muss es dem so sperrigen Begriff Sukzessivadoption schnell Leben einhauchen. Damit bewiese es zugleich, dass die Lobeshymnen auf das Outing von Ex-Profi Thomas Hitzlsperger ehrlich gemeint und nicht nur wohlfeile Sprechblasen waren.

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