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Westfalenpost: Carsten Menzel zur Festnahme eines Audi-Managers

Hagen (ots) - Mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln inzwischen in der Affäre um geschönte Abgasdaten bei Diesel-Fahrzeugen, eine Fülle von Autobesitzern klagt gegen die Hersteller oder Verkäufer ihrer Wagen, etliche Manager von namhaften Autoherstellern werden, teils international, mit Haftbefehl gesucht, im Frühjahr wurde ein VW-Mitarbeiter nach dem Urlaub in Florida/USA festgenommen, gestern dann die Festsetzung eines leitenden Motorenentwicklers von Audi: Die juristische Aufarbeitung des absehbar größten Auto-Skandals der deutschen Nachkriegsgeschichte läuft auf Hochtouren - und steht wohl doch noch ziemlich am Anfang. Weil die Automobilbranche längst international ist, kann es nicht verwundern, dass Strafanträge aus anderen Ländern in Deutschland eingehen - wie gestern aus den USA: Die Kunden weltweit haben ein Recht darauf, zu erfahren, wer für das Beschönigen der Werte verantwortlich war . Wohl gemerkt: Es geht um die Verantwortung, also um diejenigen, die aus Gründen der Gewinnmaximierung bewusst betrogen haben. Dass der Umweg zu den Verantwortlichen, die die Masche in Auftrag gegeben oder abgenickt haben, auch über leitende Angestellte führt, liegt in der Natur der Sache. Bis zur Aufklärung wird es daher noch dauern.

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