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Westfalenpost: USA/Klimaabkommen

Hagen (ots) - Das Pariser Klimaabkommen ist wichtiger als Donald Trump. Es gilt nicht nur als Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft, sondern es hat auch bewiesen, dass die globale Staatengemeinschaft in zentralen Fragen doch noch gemeinsam Lösungen erarbeiten kann. Die USA sitzen jetzt ziemlich allein in einem wackligen Boot mit Nicaragua und Syrien - den bisher einzigen Nationen, die bei Paris nicht mitmachen. Trump kann den Kampf gegen die Erderwärmung bremsen, stoppen kann er ihn nicht. Der Mann, der den Klimawandel im Wahlkampf als Erfindung der Chinesen bezeichnete, hat schon zahlreiche national wirksame Entscheidungen getroffen, fossilen Brennstoffen zu einem Comeback zu verhelfen. Seine Umweltbehörde wurde angewiesen, sämtliche Seiten über den Klimawandel im Internetangebot zu löschen. Die Mittel für den Umweltschutz will Trump drastisch reduzieren. Gestern Abend blieb er erneut schlüssige Argumente schuldig. Aber: In weniger als vier Jahren (wenn wir Pech haben: in weniger als acht) wird der Milliardär sein Amt als dann schlechtester Präsident in der Geschichte der USA wieder räumen. Sein Nachfolger kann nicht so dumm sein wie er. Trumps Ausscheren ist trotzdem verhängnisvoll. Es ist ein Symbol für den zunehmenden Isolationismus einer ehemaligen Führungsmacht. Sich aus einem Vertrag zu verabschieden, den 200 Staaten nach zähen Verhandlungen unterzeichnet haben, zeigt, wie verhängnisvoll der Spruch "America first" wirklich ist. Egoismus bringt die Welt nicht nach vorne, er wirft sie zurück. Das Pariser Abkommen ist der Beweis dafür, dass Politik funktionieren kann. Donald Trump dagegen zeigt, wie Politik nicht funktionieren darf.

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