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Westfalenpost: Ölpreis

Hagen (ots) - Ein Ziel haben die Opec-Staaten schnell erreicht: Mit ihrer Ankündigung, die Fördermenge für das flüssige, schwarze Gold zu begrenzen, heizten sie den Markt an, und der Preis für Rohöl kletterte an den Börsen um gut zehn Prozent nach oben. Das war so erwartbar wie gewollt. Ob der Preisanstieg allerdings von Dauer ist, bleibt abzuwarten. Bislang handelt es sich um ein Vorhaben des Öl-Kartells - das im nächsten Jahr umgesetzt werden soll. Ob sich dann alle Opec-Mitglieder daran halten, ist mehr als ungewiss; die Interessen sind unterschiedlich. Der Iran etwa, gerade von Sanktionen befreit, hat einen riesigen Nachholbedarf; auch die Saudis und Venezuela brauchen jeden Cent aus dem Ölmarkt. Und Russland als Nicht-Opec-Mitglied, aber wichtiges Förderland, will und muss mit dem Rohstoff Geld verdienen, weil es an anderer Stelle unter dem Handelsembargo des Westens leidet. In den USA wird unter dem neuen Präsidenten Trump zudem erwartet, dass Umweltauflagen reihenweise kippen könnten und damit Fracking noch ungezügelter Anwendung finden könnte. Wenn also die Ölhähne geöffnet bleiben, wird das Preisniveau nicht halten - im Gegenteil. Dann war das Anheizen des Marktes nur ein kurzes Strohfeuer.

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