Westfalenpost

Westfalenpost: Hart gelandet
Kommentar von Rolf Hansmann zu Flugausfällen zum Ferienbeginn in NRW

Hagen (ots) - Air Berlin, Deutschlands zweitgrößte Fluglinie und einstiges Vorzeigeunternehmen, ist nach Anwandlungen von Größenwahn hart gelandet und zu einem Spielball der Konkurrenz geworden. Allerdings zu einem Spielball, der zumindest einen Konkurrenten - die Tui-Tochter Tuifly - jetzt auch in schwere Turbulenzen geführt hat. Die Pläne einer neuen Ferienfluglinie aus Air Berlin und Tuifly haben eine Welle von Krankmeldungen bei Tuifly-Besatzungen ausgelöst, ein reibungsloser Flugbetrieb ist ausgerechnet in der Ferienzeit nicht mehr gewährleistet. Die Sorgen der Arbeitnehmer vor Stellenabbau und tariflichen Verschlechterungen sind nachvollziehbar. Handelt es sich doch um Folgen, die bei Umstrukturierungen nicht unüblich sind. Was womöglich die Mitarbeiter des Ferienfliegers besonders auf die Palme gebracht hat, ist die katastrophale innerbetriebliche Kommunikation. Die Firmenspitze hat nicht informiert, sie hat das A und O in einem Veränderungsprozess versäumt - die Beschäftigten mitzunehmen. Leidtragende sind die Menschen, die sich die schönsten Wochen des Jahres redlich verdient haben. Tuifly-Passagieren bleibt zu wünschen, dass nach dem Rumpel-Start in die Ferien der Urlaub zu einem entspannten Erlebnis wird.

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