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Westfalenpost: Kommentar zur Studie über Sorgen der Generation Mitte

Hagen (ots) - Eigentlich ist alles gut. Eine gute Ausbildung, ein gut bezahlter Job, eine gute Lebensituation. Alles quasi in (guter) Butter. Den meisten Menschen zwischen 30 und 59 Jahren geht es hervorragend. Und dennoch sind da diese Ängste. Die Angst vor der Zukunft. Wie soll das nur alles weitergehen? Wie schlimm alles ist. Woher also kommen diese Ängste, diese Skepsis? Zum einen durchleben wir seit der Finanzkrise 2008 eine Krise nach der nächsten. Bis hin zur heutigen Flüchtlingskrise. Das macht etwas mit den Deutschen, die ja bekannterweise sowieso schon nicht vor Optimismus sprühen. Ein weiterer Faktor ist die Entwicklung, an der wir als Medien beteiligt sind. Nachrichten, vor allem die schlechten, verbreiten sich im Netz und über Facebook, dem größten Stammtisch der Welt, rasend schnell. Wir bekommen die News als Push-Nachricht aufs Handy, sind ständig informiert. Eben nicht mehr nur über Teletext, Tageszeitung und Tagesschau. Dieses Dauerinformiertsein führt dazu, dass der Schrecken und die Krisen allgegenwärtig sind. Deshalb verwundert es nicht, dass unter den ersten Facebook-Kommentaren auf Negativnachrichten oft dieser Satz dabei ist: "Es wird immer schlimmer."

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