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Westfalenpost: Eröffnung des Heiligen Jahres

Hagen (ots) - <p>Abermals setzt Papst Franziskus ein weithin sichtbares Zeichen. Indem er ein "außerordentliches Heiliges Jahr" ausruft, erinnert er nicht nur an das Zweite Vatikanische Konzil vor 50 Jahren. Er will nicht zuletzt auch mit klarem Blick auf die innerkirchliche Situation aufrütteln. Für Franziskus liegt in der Kurie vieles im Argen. Das Heilige Jahr soll einmal mehr eine geistige und geistliche Umkehr beflügeln.</p><p>"Seid barmherzig wie der himmlische Vater!" Dieses Lukas-Wort hat der Papst in geradezu flehender Eindringlichkeit ans Kirchenvolk gerichtet, und er hat dabei nicht zuletzt jene Leitungsebenen im Blick, die nach wie vor seinen geforderten Reformkurs allenfalls zögerlich mittragen wollen.</p><p>Barmherzigkeit und Vergebung sind für Papst Franziskus wesentliche Säulen einer lebendigen und glaubwürdigen Kirche. Und genau in dieser seiner tiefsten Überzeugung sieht er so viele Defizite im eigenen Umfeld. Dass die aktuellen politischen und sozialen Krisenherde dieser Welt dem Wunsch des Papstes nach Barmherzigkeit zusätzliche Brisanz verleihen, sorgt zwar für einen weiteren Interpretationsspielraum, steht aber wohl als tagesaktuelle Mahnung hinter der grundsätzlichen Franziskus-Haltung sogar noch ein wenig zurück.</p>

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