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Westfalenpost: Martin Korte zum Klimagipfel: Paris - die Stadt der Hoffnung

Hagen (ots) - Hoffentlich ist es mehr als eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wer in den vergangenen Tagen mit Wissenschaftlern, Politikern und Umweltorganisationen über die Weltklimakonferenz reden konnte, der spürte etwas in der Stimme der Gesprächspartner, das dort in den vergangenen Jahren zunehmend verkümmert schien: Zuversicht! Von Paris könnte tatsächlich ein positives Signal ausgehen: Die Weltgemeinschaft hat verstanden, dass wir mit unserem Globus nicht mehr so umspringen dürfen. Nein, wir wollen nicht gleich von der Rettung des Weltklimas sprechen. Dafür ist die Lage zu ernst und die Diskussionsgrundlage in Paris zu komplex. Aber: Mehr als 150 Nationen haben freiwillig im Vorfeld der Konferenz Zusagen für die Reduzierung von Treibhausgasen gemacht. Das ist ein sehr guter Auftakt. Zudem will Barack Obama seine Amtszeit mit einem gute Verhandlungsergebnis krönen - wenn schon nicht Friedenspräsident, dann vielleicht Umweltpräsident. Falls es ihm gelingt, Ländern wie Indien auch die ökonomische Sinnhaftigkeit des Klimaschutzes zu vermitteln, kommt er seinem Ziel näher. Klar, vor den Delegierten türmen sich noch gewaltige Problemberge: Wer kontrolliert, ob die Staaten ihre Versprechen halten? Wer zahlt für Klimaschäden, unter denen die Schwellenländer schon jetzt leiden? Wie können aufstrebende Nationen ohne fossile Brennstoffe Fortschritt gewährleisten? Wie kann die CO2-Reduzierung stetig gesteigert werden? Wie gelingt uns selbst die komplette Dekarbonisierung? Noch gibt es mehr Fragen als Antworten. Doch die Vorzeichen sind gut. Paris kann tatsächlich ein Signal aussenden: Internationale Politik funktioniert! Ausgerechnet Paris.

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