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Westfalenpost: Anschub statt Ausstieg Von Carsten Menzel

Hagen (ots) - Griechenlands Rückkehr zur Drachme ist ungefähr so wahrscheinlich wie die Rückkehr von Putin-Russland zur Demokratie - mit dem Unterschied, dass letzteres eine wirkliche Verbesserung wäre.

Alle Szenarien über einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro sind nicht viel mehr als ein Tätigkeitsnachweis der Geldgeber, der Athener Regierung nicht alles durchgehen lassen zu wollen, bleiben eine durchschaubare Drohkulisse. Denn keiner, weder die Geldgeber, noch die Länder im Euro-Raum noch Griechenland selbst können ein Interesse am Ausstieg haben: Er wäre für alle Beteiligten die teuerste aller Lösungen und würde das Ansehen des Euro als stabile Währung, die mit einer nahezu unbegrenzten Wirtschaftsleistung hinterlegt ist, nachhaltig beschädigen.

Deshalb ist der Ansatz eines dritten Hilfspakets richtig - wenn die Gelder denn endlich dazu verwendet werden, ein Wachstum anzuschieben, Griechenland aus der Rezession zu befreien und damit die Menschen dort die Solidarität des Euro-Raums tatsächlich spüren zu lassen. Ministerpräsident Alexis Tsipras spielt derweil, im Unterschied zur Vorgängerregierung, noch ungehemmter auf Zeit und kokettiert mit Russlands Präsident Putin als möglichen (Finanz-)Partner. Ein solches Bündnis dürfte niemand wollen. Um keinen Preis

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