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Westfalenpost: Deutschland in Trauer, Luftfahrt in der Krise
Kommentar von Torsten Berninghaus zum Absturz von 4U9525

Hagen (ots) - Auch am Tag nach dem Absturz von Flug 4U9525 dominieren Schmerz und Trauer. Deutschland hat halbmast geflaggt, Spanien hat Staatstrauer angeordnet. Wir gedenken der 150 Opfer des GermanwingsFluges, der am Dienstag in den französischen Alpen verunglückte. In diesen schweren Stunden stehen die Menschen zusammen. In Deutschland, aber auch am Absturzort, wo drei Nationen in Brüderlichkeit mit den Bergungsarbeiten begonnen haben.

Nun ist es wichtig, Antworten zu geben. Antworten auf die Frage, wie das Leben nach dem Verlust geliebter Menschen weitergehen kann. Aber auch Antworten auf die Frage nach den Umständen, unter denen sich diese Katastrophe ereignete. Das sind die Experten von Airbus, Lufthansa sowie die Aufsichtsbehörden den Hinterbliebenen und allen anderen Flugreisenden schuldig. Für die Luftfahrt ist es essenziell, aus Unfällen zu lernen und Schlüsse zu ziehen, damit sich Fehler nicht wiederholen.

Bis dahin hat die gesamte Branche mit einer schweren Image-Krise zu kämpfen. Ausgerechnet die Billig-Linie von Lufthansa verliert einen Airbus A320. Eine Maschine, wie sie tausendfach in der ganzen Welt unterwegs ist. Das verunsichert. Es macht Angst. Deshalb müssen Germanwings und Airbus nun deutlich machen, dass selbstverständlich und stetig alles für die Sicherheit der Passagiere getan wird. Es muss deutlich werden, dass Wartungsstandards gesetzlich geregelt sind und eingehalten werden. Es muss klar sein, dass älteren Maschinen kein erhöhtes Risiko anhaftet und dass das Thema Sicherheit keine Kostenfrage ist. Unter dem Strich muss alles daran gesetzt werden, das Unglück in den Alpen aufzuklären. Schnell und umfänglich.

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