Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westfalenpost mehr verpassen.

Westfalenpost

Westfalenpost: Total abgefahren - Debatte um die Bahncard
Kommentar von Nina Grunsky zur Bahn

Hagen (ots)

Gelb hat die Bahn schon vor mehr als zehn Jahren einmal gesehen, als sie die Bahncard 50 abschaffen wollte. Damals löste das Unternehmen mit seinen Plänen heftige Proteste aus. Die Kunden stiegen aus - bis die Bahncard 50 nach nicht einmal einem Jahr wieder zurückkehrte. Ziemlich abgefahren wäre es also, würde die Bahn die Karte nun erneut in Frage stellen. Längst nämlich hat diese eine sichere Platzreservierung bei den Kunden: Mehr als fünf Millionen haben sie in diesem Jahr genutzt. Würde sie abgeschafft, sattelten vermutlich noch mehr Menschen auf Fernbusse und Privatautos um. Insofern ist die Zusage des Unternehmens zu begrüßen, dass die Bahncard bleibt, man nur über das Preissystem und zusätzliche Rabattformen nachdenke. Eine gute Nachricht muss das allerdings längst nicht sein. Es liegt vermutlich nicht an der Höhe der Preise allein, dass immer mehr Reisende Fernbusse buchen, wieder verstärkt Mitfahrgelegenheiten nutzen. Dass die Bahn aber ihr höchst komplexes Tarifsystem tatsächlich so verbessert, dass die Bürger einigermaßen durchblicken, wie sie für ihre Reise den geeigneten Tarif und die beste Verbindung finden, darf getrost bezweifelt werden. Dass sie ihre Beratung in Zeiten von Online-Ticket-Buchungen so optimiert, um die Reisenden wirklich gut zu informieren, auch. Das allerdings sind nur zwei der falsch gestellten Weichen, die die Bahn immer noch in die verkehrte Richtung fahren lassen. Zugegeben, zwei von vielen. Es gibt zahlreiche andere. Zum Beispiel eine Politik, die sich im Fernverkehr nach wie vor nicht wirklich um faire Wettbewerbsbedingungen kümmert.

Pressekontakt:

Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westfalenpost
Weitere Storys: Westfalenpost
  • 03.12.2014 – 20:52

    Westfalenpost: Klimaschutzpaket

    Hagen (ots) - Es ist nur ein erster Schritt hin zu mehr Klimaschutz, hin zum Klimaziel von minus 40 Prozent bis 2020. Das Ziel hatte noch die vorletzte große Koalition formuliert; zu erreichen ist es nicht ohne zusätzliche Maßnahmen. Die hat die Regierung jetzt vorgelegt. Immerhin.Deutschland hat damit auch ein Signal gesetzt für die Klimakonferenz in Lima. Das ist nicht zu unterschätzen; das Paket signalisiert nicht mehr und nicht weniger als den politischen Willen der ...

  • 03.12.2014 – 20:51

    Westfalenpost: Israel

    Hagen (ots) - Wenn es etwas gibt, was der Nahe Osten derzeit nicht gebrauchen kann, dann ist es eine instabile Regierung in Israel. Wenn es etwas gibt, was der Nahe Osten derzeit noch weniger gebrauchen kann, dann ist es ein polarisierender Wahlkampf in Israel. Wenn es etwas gibt, was der Nahe Osten überhaupt nicht gebrauchen kann, dann ist es ein Rechtsruck in der israelischen Politik nach Neuwahlen.Alle drei Szenarien dürften aber eintreten oder sind es schon. Das ...

  • 01.12.2014 – 22:00

    Westfalenpost: Umbau bei Eon

    Hagen (ots) - Es ist nicht nur ein Umbau, es ist eine von oben verordnete Revolution. Der hoch verschuldete Energieriese Eon trennt sich seinem konventionellen Kraftwerkpark - also von dem, was fast ein Jahrhundert lang Kerngeschäft des Stromversorgers (und seiner Vorgängerfirmen) war. Es bleiben: ein Stromverteiler, ein paar Windparks - und viele unbeantwortete Fragen.Eon zieht die radikale Konsequenz aus der Energiewende. Der Umbau des gesamten Energiemarkts in ...