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Westfalenpost: Carsten Menzel zur Situation des BVB

Hagen (ots) - Größer könnte die Diskrepanz kaum sein: Während die Aktie des einzigen börsennotierten Fußballbundesligisten im Jahresvergleich um fast 30 Prozent zugelegt hat, ist der Verein sportlich in den Tabellenkeller abgestürzt: Platz 16 nach zwölf Spieltagen. Wäre jetzt Saisonabpfiff, der BVB müsste um den Verbleib im Fußball-Oberhaus bangen. Ein sportliches Horror-Szenario. Für diese Aussicht verlief die Aktionärsversammlung erstaunlich ruhig. Der Glaube an die Qualität des Kaders ist offenbar noch nicht erschüttert, der Glanz der Erfolge zurückliegender Jahre und aktuell in der Champions League nicht verblasst. Ein Jahr ohne Champions League und ihre lukrativen TV-Gelder wird den BVB finanziell keineswegs ruinieren - wohl aber dem wirtschaftlichen Erfolgskurs einen Dämpfer verpassen. Immerhin: Der Einstieg der drei Großinvestoren mit ihrem Millionen-Kapital hat den Aktienkurs stabilisiert statt gedrückt; wilde Höhenflüge und Abstürze - je nach Ausgang des aktuellen Spiels - bleiben weitgehend aus. Das kann Groß- wie Kleinaktionäre beruhigen. Die Aktie ist nicht (mehr) nur Fanartikel, sondern eine echte Anlageoption. Allerdings: Wirtschaftlicher und sportliche Erfolg bedingen sich auch bei einem Börsen-Verein. Deshalb gilt für die BVB KGaA aktuell mehr: Entscheidend ist aufm Platz! Und zwar auf dem Rasen, nicht auf dem Börsenparkett.

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