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Westfalenpost: Jünger werden, aber auch jung bleiben
Kommentar von Nina Grunsky zum Durchschnittsalter der Lehrer

Hagen (ots) - Die Lehrer in Deutschland gehören zu den ältesten in Europa. Das ist längst bekannt. Auch wenn sich die Kollegien langsam verjüngen, hat sich daran in den vergangenen Jahren nicht viel geändert. Wie auch? Schließlich können die Länder nicht die alten Pauker entlassen, um junge Kräfte anzuheuern. Sie können angesichts zurückgehender Schülerzahlen und klammer Kassen nicht einmal ebenso viele Junge einstellen wie Alte gehen. Und warum auch? Die Gesellschaft wird nun einmal älter - und damit auch die Lehrer. Berufserfahrung - das muss keineswegs ein Nachteil für die Schüler sein. Zumal der Großteil der Lehrer wohl bis zum letzten Arbeitstag hochmotiviert und voll Engagement zur Schule geht. Selbstverständlich ist das allerdings nicht, gerade angesichts der Vielzahl von Reformen in den vergangenen Jahren, nicht zuletzt der Inklusion, die den Schulbediensteten einiges abverlangt. Das Land also steht in der Pflicht, sich wie jeder andere Arbeitgeber nicht nur um die Fortbildung seiner Kräfte, nicht nur um eine gute, motivationsfördernde Ausstattung zu bemühen, sondern auch um Prävention. Lehrerverbände allerdings sehen hier noch Bedarf zur Nachbesserung. Dabei kommt es Nordrhein-Westfalen mit Sicherheit günstiger, den Gesundheitszustand seiner Lehrer systematisch zu erfassen und Maßnahmen zur Vorbeugung zu entwickeln als zuzulassen, dass die Zahl der Frühpensionierungen aus gesundheitlichen Gründen ansteigt. Oder hinzunehmen, dass die Motivation mit den Jahren nachlässt - und somit die Qualität der Bildung leidet.

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