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Westfalenpost: Verlässliche Investitionen statt guter Ratschläge
Kommentar von Torsten Berninghaus zur Sanierung der A45

Hagen (ots) - Geduld! Das rät NRW-Verkehrsminister Michael Groschek den Autofahrern auf der Sauerlandlinie. Ein vermutlich freundlich gemeinter, aber überflüssiger Ratschlag. Schließlich zwingt die Kraft des Faktischen - in diesem Fall die Baustelle zum Beispiel auf der Lennetalbrücke - den Verkehr rund um das Hagener Kreuz längst auf die Ausweichstrecken. Anwohner von Neben- und Wohnstraßen können ein Lied davon singen. Und so verdient die über Jahrzehnte vernachlässigte Schlagader, die das Sauerland mit dem Ruhrgebiet verbindet, statt guter Ratschläge ein entschlossenes politisches Handeln und verlässliche Investitionen. Seit Jahren ist bekannt, dass die Sauerlandlinie - genau wie andere Autobahnen - seinerzeit nicht für die aktuellen Verkehre ausgelegt wurde. Gutachten um Gutachten wurde beauftragt. Dabei hätte eine verantwortungsvolle Politik vorausschauend Gelder bereitstellen müssen, um die Verkehrsinfrastruktur zu erhalten bzw. um sie für die neuen Herausforderungen zu ertüchtigen. Das aber wurde versäumt. Und da hilft es auch wenig, wenn sich zwei Landesminister medienwirksam unter eine bröckelnde Brücke stellen und Zuschussforderungen an den Bund richten. Südwestfalen, als wirtschaftlicher Motor des Landes NRW, ist auf tragfähige und belastbare Autobahnen angewiesen. Diese Verkehrsachsen stellen sicher, dass die Betriebe in anderen Ballungsräumen (zuallererst im Ruhrgebiet) mit Vormaterialien und Bauteilen aus dem Sauer- oder Siegerland versorgt werden. Und deshalb sind Investitionen in die Infrastruktur dieser Region volkswirtschaftlich klug angelegt. Sie stärken eine für Unternehmer und Bürger attraktive Region und wirken im besten Fall sogar wachstumsfördernd.

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