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Westfalenpost: Der furchtlose Mahner
Kommentar von Rolf Hansmann zu Papst Franziskus' Kampf gegen die Mafia

Hagen (ots) - Furchtlos und kompromisslos: Papst Franziskus legt sich mit jedem an, der christliche Grundsätze mit Füßen tritt. Wer daran noch Zweifel hatte, ist spätestens seit dem Wochenende eines Besseren belehrt. In einer Hochburg der organisierten Kriminalität spricht der Heilige Vater den Mitgliedern der Mafia jegliche Berechtigung ab, sich zur katholischen Kirche zugehörig fühlen zu dürfen. "Sie sind exkommuniziert" - Franziskus hätte keine deutlicheren Worte finden können, um die "Anhänger des Bösen" auf den Index seiner Glaubensrichtung zu setzen. Natürlich hat sich der Papst mit seinen Äußerungen in der ehrenwerten Gesellschaft keine Freunde gemacht. Aber er wusste genau, dass er mit seiner moralischen Keule die Mafiabosse und ihre Anhänger ins Dilemma bringt. Eine Organisation, deren Anführer und Handlanger sich als tief religiös empfinden, gerät in der Öffentlichkeit in Erklärungsnot, wenn der Oberhirte der katholischen Kirche ihr illegales Handeln als unmoralisch geißelt. Die Kampfansage an die Mafia ist auch eine Klarstellung des Vatikans an die Katholiken: Der in der Vergangenheit immer mal wieder geäußerte Verdacht, Mafia, Politik und Kirche gingen Hand in Hand, entbehrt unter Franziskus jeglicher Grundlage.

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