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Westfalenpost: Kreativ und kompetent Von Rolf Hansmann

Hagen (ots) - Ein Wohnungseinbruch verfolgt die Opfer noch lange nach der eigentlichen Tat. Das unerbetene Eindringen in die Privatsphäre trifft das Sicherheitsgefühl der Menschen an der empfindlichsten Stelle: Sie fühlen sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher.

Dass Nordrhein-Westfalen die Bekämpfung der Eigentumskriminalität seit einiger Zeit forciert, ist vor diesem Hintergrund nur zu begrüßen. Sie ist aber auch der Erkenntnis geschuldet, dass man es mit einem neuen Tätertypus zu tun hat: einer reisenden, überregional agierenden und professionell organisierten Diebesbande.

Es hilft nicht, über offene Grenzen und Folgen der EU-Osterweiterung zu lamentieren. Es gilt, mit Kreativität und Kompetenz diesen Kriminellen das Handwerk zu legen. Das bundesweit einzigartige Konzept "Mobile Täter im Visier" der NRW-Polizei ist ein durchaus kreativer Ansatz, den Fahndungs- und Ermittlungsdruck auf mobile Einbrecherbanden zu erhöhen. Er ist aber nicht das Allheilmittel.

Auch wenn die Zahl gescheiterter Einbrüche dank ergriffener Sicherungsmaßnahmen steigt, machen es noch zu viele Wohnungsmieter und Hauseigentümer den Einbrechern zu einfach. Sorglosigkeit kann sich bitter rächen.

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