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Westfalenpost: Ukraine

Hagen (ots) -

Als Vitali Klitschko am Sonntag mutmaßlich aus dem Lager der Opposition mit einem Feuerlöscher angegriffen wurde, war das mehr als eine erneute Eskalation der Gewalt in der Ukraine. Es war ein Symbol: Der Box-Weltmeister hat seine eigenen Reihen nicht mehr im Griff. Bilder, die Machthaber Viktor Janukowitsch und seiner Unterstützer aus Russland umgehend als Treibstoff für ihre Propaganda-Maschine nutzten.

Jetzt sterben die Menschen auf den Straßen von Kiew, die ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko ruft sogar zum Volksaufstand auf - wohl wissend, dass sie damit ein Blutvergießen ungeahnten Ausmaßes auslösen könnte. Die Schlachten von gestern sind erst der Anfang.

Das Chaos regiert, die Kontrahenten in Kiew laufen Amok, wollen oder können nicht innehalten, nicht klein beigeben. Dialog? Vielleicht. Ausgang ungewiss.

Und was hat der Westen damit zu tun? Eine Menge. Denn die Europäische Union hat die Krise zum Teil mit ausgelöst, weil sie die Ukraine stärker an sich binden wollte. Nicht absichtlich, aber fahrlässig. Gut: Hinterher ist jeder schlauer, aber vielleicht wäre etwas mehr Zurückhaltung gut gewesen in diesem Konflikt. Jetzt mit dem Finger auf andere zu zeigen, das ist zu billig.

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