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Westfalenpost: Beklagenswerter Zustand Mit Woolworth neuer Filialist vor der Pleite

    Hagen (ots) - Von Stefan Pohl

    Man mag es nicht mehr hören: Hertie, Wehmeyer, Sinn-Leffers, jetzt Woolworth. Jedesmal bangen tausende Menschen um ihre Arbeitsplätze, sorgen sich Stadtväter um ihre Zentren. Sind die Karstadt-Häuser die nächsten, die vor der Insolvenz stehen? Völlig auszuschließen ist das nicht. Der Einzelhandel in Deutschland befindet sich trotz aller immer wieder aufflammenden Strohfeuer insgesamt in einem beklagenswerten Zustand. Und dafür trägt die derzeitige tiefgreifende Wirtschaftskrise noch die geringste Verantwortung. Die Filialisten haben die Zeichen der Zeit lange nicht erkannt und auf das Auseinanderbrechen des Marktes - analog dem der Gesellschaft - in ein Billig- und ein Luxus-Segment zu spät reagiert. Das Rezept lautet: Wenn schon billig, dann mit Qualität und Stil - Aldi und Co. haben es vorgemacht. Woolworth konnte diese Nische nie besetzen und dümpelte lange Jahre mit einem zweifelhaften Ramsch-Image vor sich hin. Immerhin wurde die Reißleine frühzeitig gezogen. Das lässt hoffen, dass möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze gerettet werden können.

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