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Westfalenpost: Prima Klima Beschluss der G8 ein Etappenerfolg

    Hagen (ots) - Von Thorsten Keim

    Angela Merkel hat den Klimaschutz nicht nur zur Chefsache erklärt, sondern in der ihr eigenen Art auch zu einer Art Herzensangelegenheit ihrer Kanzlerschaft. Als ehemalige Umweltministerin und ausgebildete Naturwissenschaftlerin war sie nie in Gefahr, die Erwärmung der Erdatmosphäre und ihre fatalen Folgen für das Weltklima als Gedöns misszuverstehen. Insofern ist ihre Zufriedenheit mit dem Resultat der Klima-Debatte des G8-Gipfels nachvollziehbar. Erstmals haben sich die Staats- und Regierungschefs der Industrie-Branchenführer auf ein Ziel für die Verminderung von Treibhausgas-Emissionen festgelegt. Das ist eine gute Nachricht. Aber: Es ist nur ein Etappenerfolg. Das anvisierte Ziel,  eine Verringerung der weltweiten Emissionen bis 2050 um mindestens 50 Prozent zu erreichen, gerät zu einem Muster ohne Wert, wenn sich die aufstrebenden Volkswirtschaften wie China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika verweigern sollten. Zudem firmiert der Beschluss unter dem Begriff "Vision", die mit dem anvisierten Zeitfenster in 42 Jahren ein dynamisches Handeln nicht unbedingt provoziert. Die G8 untermauerten auf der nordjapanischen Insel Hokkaido einmal mehr das Bild eines Krisenreaktionskommandos. Die Regierungschefs mussten Konsequenzen aus einer Krise ziehen. Ohne den rasant gestiegenen Ölpreis wäre es wohl kaum zu diesem Klimabeschlüsschen gekommen. Alle Beteiligten wissen zudem, dass bis zum Abschluss der Ende 2009 beginnenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen mühselige Kleinarbeit und beinharte Verhandlungen warten.

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