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NOZ: Gespräch mit Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages

Osnabrück (ots) - Deutscher Städtetag drängt EU zu fairer Verteilung von Flüchtlingen

"Kommunen droht Überforderung" - Appell vor Rede des Kommissionspräsidenten Juncker

Osnabrück.- Der Deutsche Städtetag hält angesichts der stark wachsenden Flüchtlingszahlen in Deutschland ein europäisches Handeln für dringender denn je. "Wir brauchen in Europa unbedingt und sehr rasch mehr Solidarität, um eine faire Verteilung der Flüchtlinge zu erreichen", sagte Hauptgeschäftsführer Stephan Articus im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Dies sei nötig, damit die deutschen Kommunen auf Dauer nicht überfordert würden.

Mit Blick auf die für diesen Mittwoch geplante Vorstellung der Vorschläge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker meinte Articus, die bisher bekannten Juncker-Pläne gingen in die richtige Richtung. Deutschland zeige viel Menschlichkeit bei der Aufnahme von Flüchtlingen, die vor Krieg und Verfolgung Schutz suchten. Es könne jedoch nicht dabei bleiben, dass sich ein Teil der EU-Staaten einer solidarischen und fairen Verteilung der Flüchtlinge innerhalb Europas verweigere, kritisierte er. Auch stärkere europäische Hilfe für die wichtigsten Herkunftsländer der Flüchtlinge sei nötig, um die Fluchtursachen wirksamer zu bekämpfen. "Die Städte unterstützen deshalb die Bundesregierung bei ihren Zielen in der EU und hoffen sehr, dass es hier bald Fortschritte gibt", erklärte Articus.

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