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NOZ: Gespräch mit Manfred Güllner, Forsa-Chef

Osnabrück (ots) - Forsa-Chef: Neue Lucke-Partei Lichtjahre von Fünf-Prozent-Hürde entfernt

Meinungsforscher Güllner bezweifelt, dass ALFA eigenes Klientel findet - "Themen längst von anderen besetzt"

Osnabrück. Forsa-Chef Manfred Güllner bezweifelt, dass die neue Lucke-Partei ALFA ("Allianz für Fortschritt und Aufbruch") bei bevorstehenden Wahlen über die in Deutschland geltende Fünf-Prozent-Hürde kommen kann. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte Güllner: "Die neue Lucke-Partei ist gewissermaßen eine Abspaltung von der Abspaltung. Da fragt man sich: Welches Klientel kann diese Partei ansprechen, dessen Themen nicht schon längst von anderen besetzt wären?" Für eine liberale Politik gebe es in Deutschland bereits eine Partei, so der Forsa-Geschäftsführer weiter. "Und das ist die FDP."

Überdies seien die liberal-konservativen Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD), die Lucke mitzunehmen hoffe, auch schon unter AfD-Mitgliedern und Wählern eine Minderheit von höchstens zehn oder 20 Prozent gewesen, sagte Güllner. Von dieser Minderheit würden auch längst nicht alle Lucke weiterhin folgen. "Damit ist die neue Lucke-Partei von dem Erreichen der Fünf-Prozent-Hürde Lichtjahre entfernt", so der Meinungsforscher.

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