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NOZ: Interview mit Clemens Tönnies, Schalke Chef, zum Thema Wirtschaft

Osnabrück (ots) - Schalke-Chef für Verständigung mit Russland

Tönnies stützt Kurs der Bundesregierung - Gazprom Hauptsponsor

Osnabrück.- Schalke-Chef Clemens Tönnies hat die Politik dazu aufgerufen, die Verständigung mit Russland zu suchen. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" und der "Neuen Westfälischen" (Samstag) sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Bundesligisten unter Verweis auf seine gute Bekanntschaft mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, "er kann nicht nur agiert haben, er reagiert auch".

Persönlich empfehle er Zurückhaltung "bei der möglichen Versuchung, die Ukraine in die EU zu holen". In dem Land mangele es an Vertrauen gegenüber staatlichen Autoritäten, der Politik und den Behörden. Es in die Europäische Union zu holen, "würde beide Seiten völlig überfordern", warnte der Landeskenner.

Der staatliche russische Energiekonzern Gazprom ist Haupt- und Trikotsponsor des FC Schalke 04. Gleichzeitig ist Tönnies in Russland als einer der größten europäischen Fleisch-Unternehmer geschäftlich aktiv. Für den Weg von Besetzung und Annexion dürfe es kein Verständnis geben, stellte er klar. Wohl aber für den Kurs von Bundeskanzlern Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Die Kanzlerin habe erkannt, "dass eine vernünftige Lösung in dem Konflikt nur mit Putin im Dialog zu erreichen ist. Das liegt im deutschen und europäischen Interesse. Sie macht da im Zusammenspiel mit dem Außenminister einen tollen Job", erklärte der Club-Chef und Unternehmer.

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