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Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer DIHK

Osnabrück (ots) - Deutscher Industrie-Handelskammertag: Mindestlohn bremst Neueinstellungen

Umfrage unter Unternehmen - "Gute Jobprognosen nicht in allen Branchen"

Osnabrück. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat trotz allgemein positiver Jobprognosen vor Dämpfern in jenen Branchen gewarnt, die direkt von einem Mindestlohn von 8,50 Euro betroffen wären.

In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) nannte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben das für 2014 zu erwartende Stellenplus von 250 000 Beschäftigten eine "erfreuliche Nachricht". Die guten Meldungen beispielsweise von Industrie- und Bauunternehmen überdeckten allerdings das gebremste Stellenwachstum in anderen Sparten. Eine Umfrage des DIHK zeige einen "auffallenden Rückgang" der Beschäftigungsabsichten in jenen Wirtschaftszweigen, die direkt von einem Mindestlohn betroffen wären. "Die Einstellungsbereitschaft im Gastgewerbe, bei Taxiunternehmen oder bei Dienstleistern wie Friseursalons, Wäschereien und Solarien ist spürbar vorsichtiger", betonte Wansleben. Viele Betriebe dächten sogar schon über einen Abbau nach. Mit bürokratischen Regulierungen bei der Zeitarbeit oder durch ein Rückkehrrecht für Teilzeitbeschäftigte gefährde die Koalition die Fortsetzung der Erfolgsstory am Arbeitsmarkt, warnte der DIHK.

Nach seinen Umfragen wollen persönliche Dienstleister wie Gesundheits- und Sozialdienste, das Gastgewerbe und die Freizeitwirtschaft in diesem Jahr 55 000 zusätzliche Erwerbstätige einstellen. Ursprünglich seien 80 000 geplant gewesen. Bei sonstigen Dienstleistern wie Gebäudebetreuung und- reinigung oder der Sicherheitswirtschaft sei nur noch mit 20 000 statt 30 000 Neueinstellungen zu rechnen.

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