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Neue OZ: Kommentar zum Holocaust

Osnabrück (ots) - Formale Fehler

Darüber, was Holocaust-Überlebenden zugemutet werden kann, muss nicht diskutiert werden. Sie wollen sicher mit keiner "Mein-Kampf"-Ausgabe mehr konfrontiert werden, sei sie nun kommentiert oder nicht. Und sie verlangen mit Recht staatlichen Schutz vor Retraumatisierungen. Die Frage ist nur, wie es zu den Verfahrensfehlern in Bayern kommen konnte. Der Vorwurf von Würzburgs Oberbürgermeister Rosenthal ist da völlig berechtigt: Warum fragt eine Landesregierung nicht die Überlebenden und ihr familiäres Umfeld vor einer Landtags-Abstimmung über das Buch? Jetzt klingt unter Umständen der öffentliche Ärger in Bayern in israelischen Ohren nach mangelnder Rücksichtnahme auf KZ-Überlebende. Dabei geht es darum, dass der Freistaat erst für das Projekt war und sich dann mit einem Nein eigenmächtig über einen einstimmigen Landtagsbeschluss hinwegsetzte. Politisch sehr unglücklich das Ganze und sicher kein Vorzeigestück deutscher Demokratie.

Christine Adam

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