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Neue OZ: Kommentar zu Wulff-Prozess

Osnabrück (ots) - Das Ende naht

Jetzt naht wohl tatsächlich das Ende im Wulff-Prozess. Nachdem die Staatsanwaltschaft sich noch einmal aufgebäumt und mit diversen Beweisanträgen eine Verlängerung erzwungen hatte, scheint der Vorsitzende Richter Frank Rosenow nun entschlossen, am 27. Februar mit der Verkündung des Urteils den Schlusspunkt zu setzen. Dramatisch neue Erkenntnisse hat auch die nachgeschobene Vernehmung des ehemaligen Wulff-Sprechers Olaf Glaeseker und die erneute Aussage der einstigen Groenewold-Assistentin nicht ergeben. Die Zeichen dürften damit wohl weiterhin auf einen Freispruch des Ex-Präsidenten deuten. Doch der schwierigste Auftritt steht Wulff offenbar erst bevor: seine Aussage als Zeuge im Glaeseker-Prozess. Dort wird er sich mit Behauptungen konfrontiert sehen, die er bei seiner staatsanwaltschaftlichen Vernehmung gemacht hat und die in ihrem Wahrheitsgehalt bezweifelt werden. Dazu gehört die Beteuerung, von Glaesekers Aktivitäten in Sachen Nord-Süd-Dialog nichts gewusst zu haben, und auch nicht von Ferienaufenthalten der eigenen Tochter beim Veranstalter dieser Promipartys. Spannend wird sein, wie Wulff sich als Zeuge positioniert, nachdem Glaeseker ihn geschont hat. Pocht er auf seine Version, oder ringt er sich zu Korrekturen durch?

Hans Brinkmann

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