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Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland

Osnabrück (ots)

Muslime wollen am Golf für Geld für deutschen Solidarfonds werben

Aiman Mazyek will sich EKD-Vorschlag zur Hilfe syrischer Flüchtlinge anschließen - Reise nach Jordanien angekündigt

Osnabrück.- Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) will bei islamischen Stiftungen in den Golfstaaten um finanzielle Unterstützung eines Solidarfonds für syrische Flüchtlinge in Deutschland werben. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek: "Der Solidarfonds ist ein richtiger Ansatz, und ich will helfen, dass die Muslime aus den Golfstaaten ihren Teil dazu beitragen. Wenn schon die Politik bei der Flüchtlingspolitik komplett versagt, müssen wenigsten die Religionsgemeinschaften gemeinsam Flagge zeigen."

Angesichts der großen Not syrischer Flüchtlinge hatte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) einen Solidarfonds mit kirchlicher Beteiligung vorgeschlagen, an dem sie sich selbst finanziell beteiligen will. "Angesichts der größten derzeitigen humanitären Katastrophe der Welt müssen wir Solidarität mit den Flüchtlingen zeigen. Ich bin dem EKD-Vorsitzenden Schneider dafür dankbar, dass er hier anmahnt, dass Deutschland noch mehr tun kann, als 5000 syrische Flüchtlinge aufzunehmen", sagte Mazyek. "Die muslimischen Religionsgemeinschaften werden bei der Integration und Betreuung der Flüchtlinge in Deutschland ihren Teil dazu beitragen."

Mazyek kündigte zudem eine Reise seines Verbandes zu den syrischen Flüchtlingen in Jordanien unter der Türkei an, um sich wie die EKD ein Bild von der Lage in den Flüchtlingslagern zu machen. "Wir wollen den Menschen vor Ort noch in diesem Monat ein Zeichen setzen, dass wir sie nicht vergessen", sagte er. "Neben dem Tod durch Bomben und chemischen Waffen belagert derzeit das Regime die Stadt Homs und Stadtteile in Damaskus und Aleppo, wodurch es dezidiert zu Hungersnöten gekommen ist. Ein fürchterlicher Weltskandal ist das."

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