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Neue OZ: Kommentar zu Leichtathletik
WM

Osnabrück (ots)

Lichtblicke

Betty, ausgerechnet Betty. Der Rotschopf wird sich keine goldene Medaille umhängen können. Ganz früh gescheitert. Und das als Favoritin im Hammerwerfen. Heidlers Debakel wirft die unglückliche Athletin und erst recht nicht die deutsche Leichtathletik aus der Bahn. Im Gegenteil: Trotz des Missgeschicks der Weltrekordlerin gibt es viele Lichtblicke.

Die DLV-Athleten haben zur Halbzeit einen guten Eindruck hinterlassen. Viele Trümpfe haben gestochen. Mehr noch: Siebenkämpferin Claudia Rath hat Bronze nur um 15 Zähler verpasst. Eine tolle Leistung, wie auch der vierte Platz von Silke Spiegelburg. Ihre Tränen werden nach der ersten Enttäuschung bald getrocknet sein. Die in Georgsmarienhütte geborene und in Lengerich aufgewachsene Stabhochspringerin hatte ihren Anteil an einem spannenden Wettkampf. Dass Sportler wie Christina Schwanitz im Kugelstoßen und Zehnkämpfer Michael Schrader mit Silber überraschten, zeigt, wie groß das Potenzial ist, das in der deutschen Leichtathletik vorhanden ist. Überdies: Die guten Leistungen auch in den Disziplinen, wo nicht unbedingt vordere Plätze zu erwarten waren, stärken das Selbstvertrauen für kommende Aufgaben.

Die DLV-Athleten sind bisher als gute Sportbotschafter aufgetreten. Ein ähnliches starkes Gesamtergebnis wie 2011 in Südkorea mit drei Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille und Olympia in London (1/4/3) ist auch in Moskau zu erwarten. Es gilt, auf dem großen Leistungsvermögen aufzubauen hinsichtlich der Spiele 2016 in Rio.

Die junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren ist auch in Russland, um Erfahrungen zu sammeln. Früher, nach der Wende, hatte man sich auf die Medaillenkandidaten verlassen, die in der DDR zu Spitzenathleten geformt worden waren. Jetzt wird auch Sportlern aus der zweiten Reihe das Vertrauen gegeben. Die Neuorientierung ist ein richtiger Schritt.

Michael Jonas

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