Neue OZ: Kommentar zu Energiekonzerne

Osnabrück (ots) - Wir alle zahlen

Aufgeschreckt durch die Bilanzzahlen der vergangenen Monate, sparen die Energiekonzerne an allen Ecken und Enden. Sie brauchen Geld, um in Zeiten der Energiewende ihre hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen und ihre Aktionäre zufriedenzustellen. In diesem Zusammenhang muss auch die drohende Klage von Vattenfall gegen die Bundesrepublik gesehen werden.

An der Börse gelistete Unternehmen dürfen es nicht versäumen, ihre Interessen und vor allem die ihrer Anteilseigner auch vor Gericht durchzusetzen. Ansonsten drohen ihnen selbst Klagen ihrer Aktionäre. Für Deutschland steht im schlimmsten Fall die Zahlung von deutlich mehr als zehn Milliarden Euro Schadenersatz an, eine immense Summe. Die Sparpläne gefährden Tausende Jobs. EnBWs Ankündigung, rund sieben Prozent der Stellen zu streichen, ist bestimmt nicht die letzte Hiobsbotschaft dieser Art. Und das Problem ist auch schon bei der Industrie angekommen.

So bei Siemens. Der Münchener Riese streicht bezeichnenderweise in der Energiesparte rund 1100 Stellen. Firmenchef Peter Löscher hat als Ziel ausgegeben, bis 2015 sechs Milliarden Euro einzusparen, um sein weltumspannendes Unternehmen wieder so profitabel zu machen wie früher. Die Zeche für die Energiewende mit "sauberem" Strom zahlen wir alle, die Verbraucher.

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