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Neue OZ: Kommentar zu Bundestag
Unionsfraktion
Kohl

Osnabrück (ots)

In einer anderen Rolle

Es ist wie beim früheren Chef, der nach langer, langer Zeit mal wieder in seine alte Firma kommt: Viele neue Mitarbeiter sind jetzt da, und es herrscht eine völlig andere Situation als zu seiner großen Zeit. Vor zehn Jahren war Helmut Kohl zuletzt in der Unionsfraktion, seither hat sich der Bundestag ebenso verändert wie die politische Ausrichtung von CDU und CSU und die Rahmenbedingungen der Politik in Zeiten von Globalisierung, Euro- und Finanzkrise.

Auch der einstige Übervater der Christdemokraten, mittlerweile im Rollstuhl und nur noch eingeschränkt sprachfähig, steckt in einer anderen, einer passiven Rolle. Mit Kohls einstiger Tätigkeit verbindet sich nun der Begriff "historisch". Denn was der heute 82-Jährige in seiner langen Bonner Amtszeit geleistet hat, ist bereits Zeitgeschichte: die deutsche Wiedervereinigung ebenso wie die Einführung des Euro.

Nun mischen sich mit Kohls Besuch für die Parlamentarier zahlreiche Erinnerungen. Dass die Unionsfraktion im Bundestag ihren langjährigen Parteivorsitzenden, trotz der Spendenaffäre, angemessen würdigen will, ist aus ihrer Sicht genauso verständlich wie die große Anerkennung Helmut Schmidts durch die Sozialdemokraten. Die beiden Volksparteien haben ihren fast schon legendär zu nennenden Altkanzlern viel zu verdanken, auch wenn sie unbequem waren und es längst nicht immer harmonisch zuging. In der Rückschau zählt in beiden Fällen die Gesamtleistung.

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