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Neue OZ: Kommentar zu Steuern
Gastronomie

Osnabrück (ots) - Ein vorweihnachtlicher Wunsch

Die Forderung des Hotel- und Gaststättenverbandes dürfte der Bundesregierung den Appetit verderben. Schließlich gehören die Verbands-Mitglieder zu den ganz wenigen, die nach der Bundestagswahl überhaupt von einer Steuersenkung profitieren konnten. Die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf Übernachtungen hat es möglich gemacht. Als wäre das nicht genug, fordert der Verband jetzt noch einen Zuschlag.

Angesichts des staatlichen Sparprogramms dürfte die Forderung allerdings ein vorweihnachtlicher Wunsch bleiben - ohne Chance auf Umsetzung. Aber die Sorgen der Betreiber von Gaststätten und Restaurants sind berechtigt. Deutschlands Städten und Gemeinden steht finanziell das Wasser bis zum Hals. Die Kommunen sind so pleite, dass viele in ihrer Not nach neuen Steuern suchen - die Solariumsteuer in Essen und die Blaulichtsteuer in Hamburg sind nur zwei Beispiele. In vielen Rathäusern wird längst über eine neue Abgabe für Gasthäuser und Restaurants nachgedacht. Aber gerade die Gastronomie leidet noch sehr unter den Folgen des Rauchverbotes und könnte zusätzliche Belastungen kaum schultern.

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