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Neue OZ: Kommentar zu Loki Schmidt

Osnabrück (ots) - Liebe und Legende

Mit Loki Schmidt ist mehr gestorben als die Frau eines altgedienten Politikers. Sie beide, Loki und Helmut Schmidt, sind längst Legende. Sinnbildlich stehen sie für die Geschichte der Bundesrepublik. Und für die Liebe. Millionen Deutsche haben das Paar ins Herz geschlossen. Den kühlen Kanzler und die ruhige Frau, deren rührende Zuneigung über 70 Jahre lang währte.

Beide sind und waren Vorbild - und zwar ihrer selbst wegen. Andere Paare der Politik verblassen dagegen. Die Schmidts waren nicht reich, keine "von und zu's", sondern überzeugende Persönlichkeiten, zusammen und auch jeder für sich. Sie wurden bewundert, in einer Tiefe, die kaum überschätzt werden kann. Gegner gab es immer weniger: Helmut Schmidt hat seine Anhänger in der gesamten Gesellschaft. Selbst bei jungen Leuten genießt er Kultstatus.

Maßgeblichen Anteil daran hatten die Bodenhaftung seiner Frau und der betont bescheidene Lebensstil. Gekrönte Gäste mussten sich zuweilen mit einem Butterbrot im Hamburger Reihenhaus begnügen. Und mit ihrer natürlichen Noblesse erklärte Loki Schmidt den Schutz von Blumen geradezu zum Lebensziel. Andere Prominente fänden das wohl profan. Dabei sind es häufig die kleinen Dinge, die für menschliche Größe stehen.

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