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Neue OZ: Kommentar zu Bibliotheken in Not

Osnabrück (ots) - Der Staat muss helfen

Ausgerechnet viele örtliche Bibliotheken müssen um ihr Fortbestehen fürchten? Bedenkt man die gewaltigen, politisch gewollten Anstrengungen der zurückliegenden Jahre, ist diese Nachricht eine Katastrophe. Lesen und Vorlesen entwickelten sich fast zum neuen Breitensport. Kindern sollte so das Sprechen und Lesen wieder schmackhafter gemacht werden. Die Mühe trug Früchte, wie die seit der Jahrtausendwende um über zwanzig Prozent gewachsenen Ausleihen zeigen. Gleichzeitig sitzt seit vielen Jahren der Euro-Teuro nicht mehr so locker, und das nicht nur bei Hartz-IV-Empfängern und ihren Kindern. Wer keine Bücher kaufen kann, ist also auf die Büchereien angewiesen.

Doch wer schon mal in einer finanzklammen Bibliothek nach Neuerscheinungen gesucht und monatelang auf sie gewartet hat, kennt die Frustration, die jetzt um sich greift. Hier verfehlt der Staat seinen Bildungsauftrag und -anspruch gründlich. Er sollte schleunigst überlegen, wie er die Kommunalkassen in Sachen Büchereien unterstützen kann. Lesen darf keine Sache nur für die Reichen sein.

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