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Neue OZ: Kommentar zu Banken
Gehälter

Osnabrück (ots) - Bonus und Malus

Um nicht missverstanden zu werden: Bonuszahlungen und hohe Gehälter sind nicht per se unanständig. Sie können sehr wohl gerechtfertigt sein, wenn außerordentliche Leistungen vollbracht werden. Ganz anders verhält es sich aber, wenn Banken Verluste machen und trotzdem hohe Summen fließen. Denn Missmanagement darf nicht belohnt, sondern muss mit einem Malus bestraft werden. Alles andere widerspricht wichtigen wirtschaftlichen und ethischen Regeln.

Höchst fragwürdig sind zudem Ausschüttungen in staatlich gestützten Geldhäusern. In diesen Fällen laufen Bonuszahlungen vielfach auf eine doppelte Belohnung hinaus. Die erste hat es ja bereits gegeben, als die Bank gerettet wurde. Gäbe es die öffentliche Hilfe nicht, hätten die Mitarbeiter nicht einmal mehr einen Job, geschweige denn Aussicht auf einen Bonus.

Es gibt mithin eine Vielzahl von Gründen, die Vergütungen in den vom Staat geretteten Unternehmen streng zu regeln. Dazu gehört, die Bezüge nicht nur auf Vorstandsebene, sondern allgemein zu deckeln.

Zudem ist es an der Zeit, Werte und Normen zu überprüfen, damit nicht erneut grenzenlose Gier um sich greift. Lange genug sind falsche Anreize gegeben worden. Wohin das führt, hat sich in der globalen Finanzkrise gezeigt. Die arg gebeutelten Aktionäre, Sparer und Steuerzahler haben nun Anspruch auf verschärfte Kosten- und Leistungskontrolle.

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